Oscar Jerome – The Fork

In Reviews von Eric

Bald hat Oscar Jerome sein Besteckset zusammen – nach „The Spoon“ (2022) folgt nun sein neues, drittes Album „The Fork“. Dass der zum Londoner Nu-Jazz-Movement zählende Musiker nicht nur die Betitelung seiner LPs, sondern auch sein Werk intensiv durchdenkt, zeigt sich an seiner Beschreibung der Themen der Platte, namentlich „letting go of the self, letting go of the individual and the ego. Allowing yourself to be at one with nature, at one with the cycle of time, life and death, connecting on a deeper level with others and with existence.“

Seine Musik klingt trotz dieser existenzialistischen Aufladung selten verkopft, vielmehr an vielen Stellen angenehm jammig in ihrer Verbindung aus Jazz, Funk, R’n’B und AOR. Ausgangspunkt für die Stücke waren Samples von „The Spoon“, aus denen Jerome völlig neue Songs baute – wie den spacigen Santana-Wiedergänger „Limits“, den Slow-Burner-Titeltrack oder das an 90s-R’n’B-Balladen erinnernde „Smell The Daisies“.

Es könnte sein, dass „The Fork“ auf Halluzinogenen noch intensiver wirkt, aber auch nüchtern ist das Album ein angenehmer Trip.

Tracklisting

  1. Desert Belly
  2. Limits
  3. The Fork
  4. The Butter
  5. The Potato
  6. Easier
  7. Borrowed Other (feat. MA.MOYO)
  8. Worth Nothin
  9. Make No Mistake
  10. Smell The Daisies
  11. Sex On Toast